AIGC: kurz erklärt

AI-generated Content (AIGC) bezeichnet Medieninhalte (z. B. Audio, Video, Bild und Text), die von einem KI-gestützten System erstellt werden [1]. Es handelt sich um eine neue Methode der Medienproduktion, die traditionelle Ansätze wie Professional Generated Content (PGC) und User Generated Content (UGC) ergänzt [2]

Historische Entwicklung 

Erste Versuche, mithilfe von KI Medieninhalte zu erstellen, begannen bereits Mitte des 20. Jahrhunderts mit dem Ziel, die menschliche Kreativität in der Kunst nachzuahmen. Hiller und Isaacson vollendeten 1957 das erste vom Computer komponierte Musikstück der Welt, die „Iliac Suite“. Kurz darauf war der erste interaktive Chatbot Eliza erschienen. Eliza konnte durch Mustererkennung passende Antworten auf Fragen finden, besaß jedoch kein semantisches Verständnis. Dennoch gilt Eliza für viele als eine der Inspirationsquellen für die heutige KI. Durch eine verbesserte Zugänglichkeit zu Datenbanken und die gesteigerte Leistungsfähigkeit von Computern wurde „The Road“ der erste von KI geschriebene Roman. Im Anschluss daran präsentierte Microsoft ein automatisches Übersetzungssystem, das in der Lage ist, Rede aus dem Englischen ins Chinesische in kurzer Zeit und mit hoher Genauigkeit zu übersetzen [3]. Im Gegensatz zu den heutigen AIGC waren computergenerierte Medien aus der Anfangszeit alles andere als realitätsnah und leicht von Menschen zu unterscheiden. Es hat Jahrzehnte und große Sprünge in der KI-Technologie benötigt, bis AIGC ein hohes Niveau erreicht hat [4].  

Anwendung 

Mit den jüngsten Fortschritten in der Generative AI (GenAI) zeigt AIGC großes Potenzial für vielfältige Anwendungsbereiche und wirtschaftlichen Nutzen. Verschiedene GenAI-Tools sind in der Lage, hochwertige Medieninhalte wie Bilder, Musik, Texte sowie Videos und Animationen zu erstellen. So können Diffusion Models qualitativ hochwertige Bilder synthetisieren, während Large Language Models (LLMs) sinnvoll klingende Artikel verfassen. 

AIGC bringt zahlreiche Vorteile mit sich, die den Prozess der Medienproduktion optimieren können. AIGC zeichnet sich durch enorme Effizienz aus, indem es Medien mit beeindruckender Geschwindigkeit und in großen Mengen erstellt. Ein weiterer Vorteil liegt in der Konsistenz: AIGC ist in der Lage, über verschiedene Ausgaben hinweg einen einheitlichen Ton und Stil beizubehalten, was zu einer kohärenten Kommunikation beiträgt. Nicht zuletzt ist AIGC eine kostengünstige Lösung, da der Einsatz von KI den Bedarf an vielen menschlichen Autoren verringert [5]

Die generativen Fähigkeiten der GenAI-Tools werden die kreativen Prozesse grundlegend verändern, mit denen Medienschaffende Ideen formulieren und umsetzen [6]. GenAI „lernt“, Medien zu generieren, indem sie statistische Muster aus vorhandenen Medien extrahiert. Diese Abhängigkeit von Trainingsdaten wirft neue Fragen auf, etwa woher die Daten stammen, wie sie die Ausgaben beeinflussen oder wer als Urheber gilt. Durch die Nutzung bestehender Medienwerke zur Automatisierung des kreativen Prozesses stellt GenAI die traditionellen Definitionen von Autorschaft in Frage und verkompliziert die herkömmliche Medienproduktion. Es ist daher wichtig, die Auswirkungen von AIGC auf Ästhetik, Kultur sowie auf die Zukunft der kreativen Arbeit und der Medienbranche genau zu betrachten [7]

Bild: pexels / Pavel Danilyuk

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